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Laacher Forum nahm „Märkte ohne Moral“ in den Fokus

Maria Laach. Das liebe Geld, die Bankenkrise und Manager ohne Moral thematisierten im „Laacher Forum“ Susanne Schmidt – Tochter von Helmut und Loki Schmidt – und Gernot Mittler, Finanzminister a.D., der den Abend als Moderator begleitete.

30 Jahre war Susanne Schmidt in der Londoner City als Bankerin tätig, allein 20 Jahre in leitender Funktion. Nach der globalen Investmentkrise Ende der 90er wechselte sie zum Fernsehsender Bloomberg TV und moderierte dort bis zur Einstellung des deutschen Programms.

Ihr Buch „Markt ohne Moral“ ist eine hanseatisch kühle und differenzierte Abrechnung mit Investmentbankern und weiteren „Risikojunkies“.



Viel hat sich in London, seit Susanne Schmidt 1979 in der City ihre Arbeit aufnahm, verändert: Doppeldeckerbusse, auf die man aufspringen konnte, und Bowler-Hüte sind aus dem Straßenbild verschwunden. Anfangs war sie nach eigenen Worten „die erste Frau in einer von Männern dominierten Welt, die in Augenhöhe auftrat.“ Die Geschäftsgebaren sind seitdem härter, die Menschen gehetzter geworden. Damals verdiente man Geld für den Arbeitgeber, heute für das eigene Konto. Susanne Schmidt sieht Mitte der 80er Jahre einen Paradigmenwechsel: „Die City tanzte zum ersten Mal um das Goldene Kalb, Mammon war der Gott und wurde verehrt – 24 Stunden am Tag.“ Ein Citymanager gehört mit 40 schon zum „alten Eisen“, und die Jüngeren glauben aus Unerfahrenheit, alles würde anders, besser, schöner und früher habe es nie etwas ähnliches gegeben. Susanne Schmidt hat im Prinzip nichts gegen die jungen und dynamischen Banker, gibt jedoch zu bedenken: „Ein abwägendes Urteil basiert aber auf anderen Qualitäten. In London Erfolgreiche wirken älter, als sie wirklich sind, die Folge von Alkohol, Drogen und wenig Schlaf.“ Die Besucher des Laacher Forums erfuhren von rücksichtslosen Alphamännchen, die sich in Frau Schmidts Computer gehackt und ihre Arbeit gestohlen hatten, von einer Welt, in der mit harten Bandagen und Ellenbogen gekämpft wird, wo nur die Macht des Stärkeren zählt. Susanne Schmidt: „In der Londoner City kann man jeden Tag vor die Tür gesetzt werden, wenn auch mit einer ordentlichen Abfindung. Das lässt viele verstummen. Naturkatastrophen werden als Aufbauchancen gesehen. Dass der Börsencrash von den Bürgern bezahlt wird, interessiert keinen. Wer Schuldgefühle entwickelt, ist fehl am Platz.“ Diesen Menschen mangelt es an Gewissen und Verantwortungsgefühl. Sie leben in einer eigenen, „allumfassenden Realität“, die mit der Welt da draußen nichts zu tun hat.

Gernot Mittler, dessen Fragen das Gespräch zum lebendigen Dialog werden ließen, wollte von der Referentin wissen, ob man sich dieser Mentalität anpasse und Susanne Schmidt antwortete: „Man wird Teil des Berufsystems. Ich fühle mich nicht als Teil dieser Investmentbanker, über die sich unser Zorn ergießt.“

Außerdem fragte Gernot Mittler, ob sich diese Finanzkrise in Zukunft verhindern lasse. Susanne Schmidt: „Eine Bankenkrise wird man nicht verhindern können. Wir müssen aber verhindern, dass es noch einmal zu einer solchen, wirklich katastrophalen Krise kommt.“ Banken, die von Gewinnen profitieren, im Krisenfall aber vom Steuerzahler gerettet werden, hielten sich für „too big to fail“ –„zu groß, um zu scheitern“. Das war ein Irrtum, und ihr Scheitern riss das gesamte Finanzwesen mit in den Strudel. Deshalb fordert Susanne Schmidt eine angemessene Notenbankpolitik, wachsame, handlungsfähige Aufsichtsbehörden und verantwortungsvollere Banken, als jene, „die in der Vergangenheit ein viel zu hohes Risiko eingegangen sind.“

Nachricht vom 23.5.10 17:41

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