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Solidarische Landwirtschaft: In einer Gemeinschaft gesundes Gemüse züchten und ernten

Wehr. Viele Spaziergängerinnen und Spaziergänger machten im Laufe des Jahres große Augen. Auf einem Acker in Wehr wachsen jede Menge verschiedene Salate, Radieschen, Möhren, Sellerie, Fenchel, Lauch, Zucchini, Kürbisse und vieles mehr. Paprikas, Gurken und Tomaten wachsen geschützt unter einem Folientunnel.

Nun wird ein tolles und erfolgreiches Konzept, was schon mehrfach in Deutschland praktiziert wird und worüber in den Medien auch berichtet wurde, im Brohltal angeboten.

Salate, Gemüse und auch Kartoffeln werden vom Landwirt Andreas Nuppeney für Konsumenten aus der näheren Umgebung, die Wert auf gesundes und leckeres Gemüse aus der Region legen, angebaut. Nach dem Motto “regional und saisonal“ werden die Konsumenten wöchentlich mit Produkten direkt vom Acker versorgt. Selbst Erzeugnisse mit kleinen Schönheitsfehlern werden an die Konsumenten verteilt, sodass keine Lebensmittel unnötig weggeworfen werden.

Da auf dem Acker keine Pflanzenschutzmittel zum Einsatz kommen, ist viel Hand und Hackarbeit erforderlich. Hierfür ist jede helfende Hand seitens der Konsumenten willkommen. Auch bei der Ernte ist die Hilfe der Konsumenten erwünscht. Es macht Spaß, die Produkte gemeinsam zu ernten, denen man das Jahr über beim Wachsen zusehen konnte.

Die Verteilung der feldfrischen Ernte erfolgt am Freitagnachmittag. Die Konsumenten kommen nach Wehr und holen Ihren Ernteanteil ab, der aus frischen saisonalen Produkten zusammen gestellt ist.

Die Bezahlung läuft über einen monatlichen Beitrag, den jeder in einer Versammlung zu Beginn eines neuen Gemüsejahres selbst geboten hat. Hierfür wurden vorher die Kosten der Gemüseproduktion dargelegt, die durch das Bieten der einzelnen Mitglieder erreicht werden mussten. Auf diese Weise wird die Produktion der verschiedenen Gemüsekulturen für ein Jahr bezahlt. Die Menge und die Anzahl des Gemüses variieren saisonal bedingt. Der Landwirt erhält dadurch Planungssicherheit für ein Jahr.

Außerdem können die Konsumenten auch mitbestimmen, welche Kulturen auf dem Acker angebaut werden. So ist z. B. schon fürs nächste Jahr geplant, einen Bereich vom Acker mit Blumen zu bepflanzen. Dadurch gibt es Nahrungsquellen für Insekten und es wird mit einem kleinen Projekt etwas für die Erhaltung der Artenvielfalt getan.

Wer im nächsten Jahr Lust auf Gemüse hat, kann sich bei Andreas Nuppeney (Telefon: 015127708042 e-Mail: a.nuppeney@gmail.com) in Verbindung setzten. Das neue Gemüsejahr fängt im März 2018 an.

Nachricht vom 27.11.17 14:33

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